Wunden und Narben durch das rituelle Peitschen
Bevor ein junger Hamer-Mann durch den Sprung über eine Reihe von Rindern rituell zum Mann reifen kann, finden Tänze und Zeremonien statt. Dabei fordern die weiblichen Verwandten des Initianten (Schwestern, Cousinen) die bereits initiierten Männer (die Maza) aktiv dazu auf, sie mit Ruten zu schlagen.
Für die Hamer-Frauen sind diese Narben kein Zeichen von Unterdrückung, sondern ein stolzer Beweis ihrer Loyalität, Stärke und Liebe zu dem jungen Mann. Sie zeigen damit, dass sie für ihn gelitten haben. Sollte der Mann später in Not geraten oder Hilfe beim Aufbau seiner Existenz benötigen, kann er die Bitte seiner Schwestern nicht ausschlagen – die Narben verpflichten ihn lebenslang dazu, sie zu unterstützen und zu beschützen.
Rindersprung Zeremonie der Hamer, South Omo, Äthiopien
Model
POCO X6 Pro 5G
Aperture
f/1.7
Focal Length
5
Exposure
1/180
Iso
50
